OpenAV Cloud hat seinen ersten Bericht zum Stand der AV-Interoperabilität veröffentlicht. Dieser unterstreicht den starken Branchenwandel hin zu offenen Standards und API-gesteuerten AV-Systemen. Basierend auf Umfrageergebnissen und Live-Befragungen von AV-Herstellern, Systemintegratoren, Beratern und Endnutzern zeigt der Bericht, dass 79 % der Befragten bereits offene AV-Modelle einsetzen oder deren Einführung innerhalb des nächsten Jahres planen. Weiterhin wurde festgestellt, dass Cloud-basierte AV-Umgebungen zwar mittlerweile weit verbreitet sind, viele Unternehmen jedoch weiterhin mit fragmentierten Plattformen und inkonsistenten Anbieter-APIs zu kämpfen haben.
Der Bericht unterstreicht die wachsende Nachfrage nach einem gemeinsamen Interoperabilitätsrahmen, wobei offene und konsistente APIs höchste Priorität in der Branche genießen. Mehr als drei Viertel der Befragten sehen einen Mehrwert in einem offenen Interoperabilitätsstandard, und 59 % gaben an, OpenAV Cloud in zukünftigen Projekten und Ausschreibungen wahrscheinlich zu erwähnen. Laut OpenAV Cloud zeigen die Ergebnisse, dass die AV-Branche bereit für eine stärkere Standardisierung ist und Interoperabilität somit zu einem Schlüsselfaktor für zukünftige Innovationen, Integrationen und Beschaffungsentscheidungen wird.
OpenAV Cloud hat heute den „State of AV Interoperability Report“ veröffentlicht, die erste Branchenstudie der Initiative, die den aktuellen Stand der Nutzung offener Cloud-APIs für AV-Interoperabilität erfasst. Der Bericht kombiniert eine schriftliche Umfrage unter 29 Teilnehmern mit Live-Umfragedaten von bis zu 54 Teilnehmern einer Sitzung und dokumentiert die Ansichten von AV-Herstellern, Systemintegratoren, Beratern und Endnutzern, die am 23. April 2026 beim OpenAV Cloud Technical Roundtable zusammenkamen – einer 90-minütigen Arbeitssitzung mit 85 Fachleuten.
Die Ergebnisse zeichnen ein eindeutiges Bild: Die Branche ist im Wandel, und die Richtung ist klar. 79 % der Befragten stellen bereits auf offene, API-gesteuerte AV-Modelle um oder planen dies innerhalb der nächsten zwölf Monate. Während 94 % der Umfrageteilnehmer bereits in Cloud-basierten AV-Umgebungen arbeiten, lautet die entscheidende Frage nicht mehr „ob“, sondern „wie schnell“ – und die Daten zeigen deutlich, wo das Potenzial liegt.
Hauptergebnisse
- 94 % der Teilnehmer an der Live-Umfrage arbeiten bereits in Cloud-verbundenen AV-Umgebungen – doch die meisten müssen mit fragmentierten Realitäten, isolierten Anbietertools oder mehreren Plattformen, die schwer zu integrieren sind, zurechtkommen.
- 79 % der Befragten bewegen sich bereits in Richtung offener AV-Systeme oder planen dies innerhalb der nächsten 12 Monate.
- Eine offene, konsistente API-Struktur rangiert an erster Stelle unter fünf Interoperabilitätsprioritäten – noch vor einheitlicher Überwachung, Integration der Unternehmens-IT, Automatisierung und KI.
- 78 % beschreiben ihre aktuelle API-Situation als „APIs existieren zwar, sind aber anbieterübergreifend inkonsistent“ – die Branche beginnt also nicht bei null. Was fehlt, ist ein gemeinsamer Standard.
- 76 % bewerten ein gemeinsames, offenes Interoperabilitätsframework als wertvoll oder sehr wertvoll.
- 59 % werden OpenAV Cloud wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich in zukünftigen Projekten oder Ausschreibungen erwähnen, was darauf hindeutet, dass die Beschaffung zu einer treibenden Kraft wird.
Der Bericht fördert zudem eine differenzierte Erkenntnis zum wahrgenommenen Wert zutage: Zwar bewerten 76 % der Anwender offene Interoperabilitätsframeworks als wertvoll oder sehr wertvoll, doch die Mehrheit wählte „wertvoll“ statt „sehr wertvoll“. Die Daten deuten darauf hin, dass zwar Vertrauen besteht, dieses aber an Bedingungen geknüpft ist – Anwender stehen dem Framework grundsätzlich positiv gegenüber, warten aber auf eine ausgereiftere Spezifikation und ein klares Bekenntnis der Hersteller, bevor sie ihre Bewertung aktualisieren.
Die Daten zum Reifegrad der Cloud unterstreichen die Dringlichkeit. Die Branche verfügt zwar über Cloud-Tools und APIs, doch diese sprechen nicht dieselbe Sprache. 78 % der Befragten gaben an, dass APIs zwar in den von ihnen genutzten Systemen vorhanden sind, aber zwischen den Anbietern inkonsistent sind. Eine gemeinsame, offene API-Schicht ist kein unerreichbares Ziel mehr. Sie ist das fehlende Puzzleteil in der bereits vorhandenen Infrastruktur. Im Beschaffungsbereich gaben 59 % der Befragten an, OpenAV Cloud wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich in Ausschreibungen zu erwähnen. Ein Experte formulierte es so: „Ein veröffentlichtes Framework, das ich als Mindestanforderung für vorgeschlagene Marken in Ausschreibungen fordern kann.“ Hersteller, die jetzt nach dem OpenAV-Cloud-Framework entwickeln, werden in diesen Spezifikationen berücksichtigt werden.
„Dieser Bericht untermauert mit Daten, was wir in allen Branchengesprächen hören. Das Ökosystem ist bereit – die Cloud-Infrastruktur ist vorhanden, das Interesse ist groß und das Framework bietet allen eine konkrete Grundlage für die Weiterentwicklung“, sagte Adam Sowers, Vorsitzender von OpenAV Cloud. „Hersteller, die sich jetzt mit OpenAV Cloud engagieren, unterstützen nicht nur ein offenes Framework. Sie positionieren sich im Zentrum der Entwicklung von AV in den nächsten fünf Jahren.“








